Braveboy: Betteln und Hausieren verboten….

August 27 2001 Geschrieben von gflash 16 Kommentare

Der Onlinedienst Braveboy berichtet groß über die neuen, kostenpflichtigen
Dienste des Internetportals gayforum.de. Dieses bietet nun zusätzliche
Features auf deren Seiten an, wofür User 6 _/Monat bezahlen müssen, alle
bisherigen Dienste bleiben natürlich kostenfrei. Mit dieser Aktion versucht
gayforum die nicht eingetroffenen Prognosen bezüglich dem Kaufverhalten im
Internet gegenzuwirken und die eigenen Seiten zu erhalten.


Wie wir alle wissen, gehört Eurogay ein gewisser Anteil der Brave Media
GmbH, welche die Seite BB betreibt. Auch hat jeder mitbekommen, daß es
Eurogay bei weitem nicht gut geht und ein entscheidender Blick aufs Geld
geworfen werden muß. Doch nun schbeint es auch Auswirkungen auf die
Jugendseite Braveboy zu haben. Ganz unauffällig wird bei der o. g. News die
Umfrage gestartet “Würdest du für BB-Inhalte Geld bezahlen?”. Relativ
raffiniert werden dann auch mögliche Lösungsmöglichkeiten abgefragt. Doch
ein bedeutender Anteil sagt klar “Auf keinen Fall…” würde er für
BB-Inhalte Geld bezahlen. Eine Minderheit nur dann, wenn es was Exklusives
gibt, noch weniger lassen sich zu 5 DM im Monat hinreissen und ein
verschwindend kleiner Teil wahrer BB-Fans würde damit sogar die Seite und
vermutlich die Welt retten.

Es bleibt spannend, ob die Dienste von BB zukünftig kostenpflichtig sind und
dann der Weihnachtsmann nur noch hinter Passwort und Username stript.

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16 Responses to “Braveboy: Betteln und Hausieren verboten….”

  1. Anonymous sagt:

    Also, über Stellenabbau bei gayforum berichten die, aber sagen nix dazu, dassa uch eurogay radikal stellen gestrichen hat, sponsoring von CDS etc fast auf 0 runter gefahren hat und genauso wege suchen muss, geld in die kasse zu bekommen.

    Dass BB aber geld verlangen würde für die leistung würde sicher das Aus bedeuten!

  2. Anonymous sagt:

    meistens bedeutet zahlen für onlinesachen das aus für den anbieter.

    oder man hat soetwas exklusives, was man nirgendwo anders bekommt, aber davon kann ja bei BB nicht die rede sein…..und jugenliche haben im allgemeinen kein geld ,-)

  3. blackrider sagt:

    Soweit ich weiß, hat Gayforum auch nicht die Stellen alle auf einmal gestrichen, sondern ein Großteil der Leute hat bessere Jobs in Aussicht gehabt, und durch Optimierungen konnte auf Neueinstellungen verzichtet werden.

    Übrigens: Hat sich jemand den Premiumkontent mal angesehen? Ich denke, ich werde mich da mal einschreiben, um mir ein objektiveres Urteil erlauben zu können, was für die 12 DM / Monat (Minimum) geboten wird….

  4. Anonymous sagt:

    Wir sind es in der Zwischenzeit gewohnt, dass wir alles kostenlos kriegen im WEB. Doch vom Himmel fallen die Services auch nicht. Dass gayforum jetzt den Weg geht, ist die Antwort auf das Märchen des kostenlosen Internets. Ne Zeitung mit gutem Inhalt gibts ja auch net kostenlos. Und gayforum hat ja ganz gute Sachen. Chat läuft gut und sonst is die Aufmachung auch ganz ok. Inhalte könnten manchmal noch mehr sein, aber im Grossen und Ganzen les ich die Seite wie ne gute Zeitung mit Mehrwertangeboten. Nur dass sich die “Zeitung gayforum” sekündlich aktualisiert! Also mit ein paar Euro hab ich kein Problem. Und Ihr werdet sehen – die anderen können es auch nicht mehr lang kostenlos durchhalten.

    stay tuned – sash

  5. blackrider sagt:

    So? Bei wem war denn des schon so?

  6. Delphin sagt:

    Also, alles was mit Sex zu tun hat ist erfolgreich. Und die Stiftung Warentest verkauft auch Artikel über das netz – und es funktioniert. Nur kann man wohl Stiftung Warentest Artikel nicht mit BB vergleichen.

  7. blackrider sagt:

    Ich glaub eigentlich auch, daß Pay-Angebote funktionieren können!

    Vor allem zahlt man doch in der offline-Welt auch für seine Inhalte! Warum sollte im Internet plötzlich alles kostenlos sein?

    Schade finde ich nur, daß manche Angebote (bei Lustigen Taschenbuch geht es ja noch) mit Werbung geradezu zugepflastert werden, obwohl man dafür bezahlt!

  8. Anonymous sagt:

    was mir gerade so auffällt, warum ist diese news unter der rubrik promo?

    ich meine ne gute werbung is das nicht gerade für braveboy *gg*

  9. Anonymous sagt:

    Zunächst mal ein kurzer Hinweis an alle, die hier mitdiskutieren: Aufwachen! Nicht Braveboy hat ein Gebührenmodell eingeführt, sondern Gayforum :-) Nur mal so zur Erinnerung… Und ein Voting gibt’s dort, so weit ich weiß, unter jeder News – insofern mal wieder typisches gflash-Verschwörungstheorien-Geschwafel, dass der Artikel nur gebracht wurde, weil Braveboy nun auch Gebühren einführen will. (Sagt mal, merkt ihr eigentlich noch was? Und wer von euch hat bei Braveboy nachgefragt, was da dran ist? Na? Klar – tratschen ist schöner, als sich zu informieren…)

    Interessanter ist allerdings die Tatsache, dass ein Anbieter es nun tatsächlich “gewagt” hat, ein Gebührenmodell anzutesten, weil sein Medium nicht mehr finanzierbar ist. Kein schwules Phänomen übrigens. Alle, wirklich alle (kommerziellen), Portalbetreiber haben massive Schwierigkeiten im Moment. Und dies aus zwei Gründen: a) eCommerce (also Online-Shops) laufen längst nicht so, dass hier Gewinne erwirtschaftet werden. Im Gegenteil, noch immer legen viele kräftig drauf, weil sich die Anbieter gegenseitig mit Tiefstpreisen unterbieten. Und b) der Werbemarkt liegt am Boden. Nicht nur im Netz. Ist euch schon mal aufgefallen, wie viel Eigenwerbung oder nicht bezahlte Spots (z.B. UN-Kinderhilfswerk, Die Tafel etc.) derzeit im Privat-TV laufen? Kurz: die zwei wesentlichen Finanzierungsquellen der Portale funktionieren im Moment nicht.

    Bleiben also die Nutzer als Einnamequelle. Legitim eigentlich. Wie schon andere hier gesagt haben: auch die meisten Zeitungen kosten Geld, obwohl sie Werbung haben. Gayforum also hat nun als erstes Portal die “heilige Kuh” kostenloses Internet geschlachtet. Über einen allgemeinen Spendenaufruf und zusätzlich über einen neuen, kostenpflichtigen Member-Bereich versucht die Münchner Firma, ihr Überleben zu sichern.

    Ein nicht ungeschickter Schachzug. Ich bin fest davon überzeugt, dass der erste, der jammert, auch mehr Erfolg haben wird, als eventuelle Nachfolger. (z.B. Eurogay?) Überhaupt ist Gayforum im Bereich PR geschickter als das “Urgestein” Eurogay aus Hamburg. Erinnert ihr euch noch an den Anfang des Jahres? Großes Geschrei und eine Menge Prügel für Eurogay, weil dort quasi die Hälfte der Mannschaft auf die Straße gesetzt wurde. Schon doof von Eurogay, das auf der Homepage so offen zu kommunizieren und die Vorgänge in vielen Inetrviews in der Gay-Presse offen zu machen. Das ruft natürlich alle auf den Plan, die das Portal sowieso nicht leiden konnten, neidisch sind, was auch immer. Gayforum hat schon Ende 2000 eine große Anzahl von Mitarbeitern entlassen und jüngst nochmal. Kein Wort darüber auf der Seite. Sicher unehrlicher als Eurogay, aber, wie gesagt, sicher geschickter. (Schon mal im Gayforum-Impressum nach Mitarbeitern gesucht? *g*)

    Ich bin fest davon überzeugt, dass Gayforum nicht lange alleine bleiben wird: wenn schon dieses spärliche Angebot, dessen redaktionelle Inhalte nur aus Gedenk- und Todestagen, Horoskopen und woanders abgeschriebenen Kurznachrichten besteht, das noch nicht mal jeden Tag upgedatet wird, sich nicht finanzieren kann, wie soll das dann einem umfanreichen Angebot wie Eurogay gelingen? (Jeden Tag acht bis zehn Nachrichten, Interviews, Reportagen, Kolumnen, CSD-Präsenzen…) Da ich täglich beide Portale nutze, ist der Vergleich, denke ich, recht objektiv. (Okay, ich geb’s zu als Journalist finde ich Eurogay besser *g*) Und nebenbei bemerkt: schon vor Monaten hat Eurogay im Angebot einen kostenpflichtigen Bereich “angedroht”.

    Daher ist die Befürchtung sicher nicht aus der Luft gegriffen, dass das Schlaraffenland schwules Internet bald ein Ende gfunden haben wird. Für Inhalte zu bezahlen wird die Normalität sein bei Angeboten, in denen Leute arbeiten, die ihr Leben dadurch finanzieren müssen, deren Beruf es ist, journalistisch zu arbeiten. Was mich nur sauer macht dabei ist, das ganze als Überlebenskampf mit Mitleidstour zu verkaufen. Wären Gayforum und Eurogay an die Börse gegangen, wären die Gründer reiche Männer geworden – heute wird beim User um Geld gebettelt. Das ist eine ziemliche Schieflage.

    Gebühren für Inhalte? Ja – so entsteht Wettbewerb. Wie am Zeitungskiosk auch. Nur eben bitte ohne sentimentales Gejammer. Was würde denn passieren, wenn es Gayforum oder Eurogay nicht mehr gäbe? Nicht viel – neue Projekte würden sich gründen.

    Michael

  10. Anonymous sagt:

    also zum teil kann ich dem hier zustimmen. was nun gflashs gerüchteküche angeht, so hab ich mich schon fast dran gewöhnt, wie soviele andere auch. es fördert keineswegs die seriösität, aber gflash wirbt ja auch nicht mit sowas. es sind ja die user, die solche news schreiben ,-)

    was die gebühren angeht, so kann es doch jedem egal sein, der zum einen gayforum nicht nutzt. ich nutze es zum beispiel nicht.

    wem kann es noch egal sein? den usern, die im internet nicht zahlen wollen. die müssen sich halt mit anderen angeboten begnügen und es gibt alternativen.

    denn journalistisch und gestalterisch war gayforum nie sehr gut. gerade die letzten monate waren ein krampf. das sie gebühren verlangen, ist ihre sache. zur zeit sieht es so aus, daß selbst die new york times probleme hat ihren inhalt zu verkaufen. gayforum ist wohl kein vergleich….also warum sollten sie es schaffen?

    die popularität ist nicht extrem hoch. die PR war also eher schlechter, deswegen haben sie auch kaum aufmerksam gekriegt, während eurogay eine gewisse institution geworden ist….daher hatten sie die aufmerksamkeit.

    eurogay hat sie immer noch und muß deswegen auch mit einem immer schlechter werdenden ruf kämpfen. die zugriffszahlen steigen dagegen an.

    neue projekte? ja, es wird sie geben, aber keiner kann den stand von solchen magazinen innerhalb kurzer zeit erreichen. feststeht, daß eurogay und gayforum die einzigen sind/waren, die für eine etwas ältere zielgruppe sind.

    beide wollten die jüngeren erreichen, indem sie magazine zukaufen oder anteile bekommen.

    eurogay hat braveboy.de zu einem teil bekommen. gayforum hat versucht dbna.de und younggay.de zu bekommen….. es ist ihnen nicht gelungen.

    somit gibt es bei den jüngeren schwulen drei magazine, die sich den “markt” teilen.

    braveboy.de, verliebte-jungs.de und dbna.de

    der rest läuft eher unter ferner liefen….noch?!

    und auch da wird es sicher eine bereinigung geben…das magazin, daß um geld spielt wird wahrscheinlich verlieren……

    wer das wohl sein wird? ;)

  11. Anonymous sagt:

    Also zum einen möchte ich bei den vorhanden “großen” Magazinen noch Younggay gerne erwähnt wissen. Auch wenn die Seite vielleicht nich nach Megamotz ausschaut, so hat sie doch eine beachtliches Besucherzahl und immer wieder neue erfrischende Ideen. (Z.B. jüngst die WG)

    Natürlich darf man younggay nicht erwähnen, wenn man nur die schönen (fast) kommerziellen Angebote listen möchte, die in nächster Zeit entweder nicht mehr finanzierbar sind, oder bereits anderweitig (Eurogay, Gayforum, sonstiger-Sponsort) stark bezuschußt werden. Ich glaube zumindest nicht, daß diese sich selber zu tragen im Stande sind.

    Zum nächsten: Es wurde auch in einigen anderen Kommentaren gesagt, daß Gayforum Inhalte verkauft. Soweit ich das gesehen habe, tun diese das aber gerade nicht!

    Man erhält nette Gimmicks (kostenlose SMS, kannten wir schon von web.de etc., aber ganz cool und neu: kostenlose Logos und Klingeltöne – jau, des ist mal innovativ!) und spart obendrei (je nach Veranlagung) einen BATZEN Geld, weil man bestimmte Erotikangebote nicht via 0190′er Dialer, sondern bequem mit 6 Euro im Monat Mindestbeitrag nutzen kann.

    Sicherlich nicht etwas für mich. Aber schon ziemlich gut das, was die Nutzergruppe von Gayforum (so, wie ich sie einschätze, und was ich auch von anderen gehört habe) möchte.

    In so fern finde ich es fair und legitim, was Gayforum da treibt, zumal der größte Teil ja weiterhin kostenfrei bleibt! (Apropos: gmx hat, glaub ich, auch sowas. Auch hier würde ich sagen: Nichts für mich, aber mal schaun, was draus wird.)

  12. blackrider sagt:

    Naja sooo neu und innovativ ist des nicht.

    Gmx hat es, viele Sexanbieter haben das (Kreditkarte oder 0190′er Nummer) und einige Zeitungen. Ich muß gestehen, daß ich nicht soo viel im Internet unterwegs bin, daß ich das beurteilen kann.

    Ich finde: Wenn das Angebot okay ist, dann ist wird die Nachfrage da sein. (Sowas heißt dann Marktwirtschaft?) Was ich etwas schade finde, ist daß einige “Magazine” (verliebte-jungs.de, dbna.de, braveboy.de) gleich angefangen haben, da eine “Krise bei Gayforum” oder ähnliches rein zu interpretieren.

    Dabei wurde sehr offen und klar erklärt, warum ein Beitrag erhoben wird, und daß denen, die nicht zahlen möchten auch nichts verloren geht (diese erhalten eben nur nichts DAZU). Das klingt für mich schon eher nach dem, ich zitiere, “gflash-Verschwörungstheorien-Geschwafel”, als nach seriösen Journalismus. Aber den darf ich ja von Magazinen auf sub-bravo-niveau nicht erwarten, gell? *g*

    Ich wünsche gayforum mit dem Konzept Erfolg, genauso hoffe ich, daß Eurogay sich durch seine bestehenden Angebote (m.E. überteuerter Shop z.B.) weiterhin über Wasser halten kann und nicht noch mehr Mitarbeiter verliert.

    Es wäre vielleicht auch nicht so schlecht, wenn ein dritter großer Anbieter sich auf dem Markt etablieren könnte, der z.B. den Bereich für Jugendliche professioneller abdeckt – aber wo soll der bitte her kommen? Wie soll der sich finanzieren? Wie soll er bekannte werden?

    Aber diese Fragen stellt man sich als User ja nicht, der daran gewöhnt ist, fast alles für lau zu kriegen und dann noch zu motzen….

  13. Delphin sagt:

    Es ist nett zu lesen, dass [YoungGay.de] bei den Großen aufgezählt werden soll.

    Doch bei [YoungGay.de] sind es die User, die die Basis nutzen und durch ihre Ideen und Beteiligungen im Forum un Chat für ein angenhmes Klima und eine freundliche Atmosphäre sorgen.Auch die “innovation WG” entwickelte sich aus Chat-Freundschaften und wurde durch einen User aufgegriffen.

    Die Großen haben den Anspruch (oder müssen diesen haben?) aktuell zu sein. [YoungGay.de] kann da (privat-finanziert) nicht mithalten – hat aber auch nicht den Anspruch täglich irgednwelche DPA-Meldungenzu verarbeiten.

    Mittlerweile ist das Forum und der Chat, die zu engen persönlichen Kontakten und Freundschaften führen, in den Vordergrund gerückt.

    Die User sind es, die über das Bestehen oder Nicht-Bestehen einer Site entscheiden, sie sind es, die bei einer Finanzierung mitmachen müssen (indem Sie Werbung ertragenund nutzen), Sie sind es aber, die eine Seite zum Leben erwecken.

  14. Delphin sagt:

    Ein Profi im Jugendbereich hätte wohl ein erhebliches Problem bei der Finanzierung. Schaut einfach mal in eine Bravo, Girl, Mädchen, Yam … die meiste Werbung zielt mittlerweile darauf ab den Jugendlichen (und auch Kindern!) das Geld via 0190 für (unsinnige) Handy-Logos aus der Tasche zu ziehen.

    Aber das haben ja auch Internet-Angebote versucht und tlw. wieder eingestellt.

    Wert also auf solche Methoden verzichten will, hat im Jugend-Bereich kein Großes Interesse der Wirtschaft zu finden. Die muss erst sensibilisiert werden, und das wird Geld kosten …

  15. Anonymous sagt:

    Bei eurogay macht laut Mediadaten die jüngere Zielgruppe bis 27 knapp 50% der User aus . Die haben also schon junge User und alles was unter 18 ist ist für Porno-Werbung uninteressant :-)

  16. Anonymous sagt:

    Wenn ich mir dies hier so durchsehe:

    heise.de artikel, frage ich mich natürlich, ob das Konzept von Gayforum aufgeht.

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