Eurogay: Abmahnwelle

April 18 2003 Geschrieben von gflash 17 Kommentare

Die Kanzlei Dr. Thiel – Djani & Brecour behauptet, bevollmächtigt zu sein, die rechtlichen Interessen der Hamburger Eurogay Media AG zu vertreten. Der Abmahnanwalt lässt wissen, dass seine Mandantin festgestellt habe, dass die Abgemahnten ihren Markenbegriff als Metatag für Suchmaschinen verwenden würden. Die Mandantschaft hätte sich vor Markeneintragung viel mehr über Kreativität und Schöpfungshöhe für Namen und Marken – gerne durch Juristen beraten lassen sollen. Denn mit einer solchen Marke ist die Verwässerung – eben weil nicht markant – vorprogrammiert. Aber jetzt – für ihr vermeintliches Problem, hat sich dir Firma ganz eindeutig in der Dienstleistungssparte vergriffen. Anstelle zum Anwalt, wäre sie besser zu einem verständigen WebDienstleister gegangen oder hätte direkt selbst nachgelesen, wie das Suchmaschinenranking – insbesondere bei Google funktioniert. Der technisch wenig versierte Abmahn-Anwalt blamiert sich prompt mit folgender Argumentation bis auf die Knochen: “Gibt man bei der
Suchmaschine “Google” z.B. den Begriff “eurogay” ein, erhält man folgende Treffer …. Dadurch wird Ihre Internetseite in den Ergebnislisten der Suchmaschinen weit nach oben gerückt, da unsere Mandantin eine überragende Markposition (ein freudscher Vertipper, “t” fehlt wirklich) unter den Brancheninternetdienstleistern inne hat.”


Sorry Herr Abmahnanwalt. Aber Google kümmert sich – ausser bei bezahlten Links nicht um Marktpositionen. Sondern jeder, den Sie derzeit mit solch einer Abmahnung beglücken hat mit Links zu Ihrer Mandantin doch geradewegs sein Schärflein dazu beigetragen, dass Ihre Mandantin eine möglichst gute Position bekommt. Und für wie beschränkt hält der Anwalt die potentiellen User seiner Mandantschaft? – Dass sie bei Google nach der Mandantschaft “forschen”, anstattt die Marke gleich als Domain in die Browserzeile einzutippen? Nein lieber Herr RA Christian Brecour, Ihre Abmahnwelle stinkt. Für diesen schwach kennzeichnenden Begriff kann man doch nicht guten Gewissens einen Gegenstandswert von 50.000,00 Euro festlegen. Um sich
die somit entstehenden 933,22 Euro zu verdienen, müssen Sie sich doch etwas mehr anstrengen. Arme Mandantin, bei so vielen Mandaten!

Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Daniel Kötz (www.koetzlaw.de) vertritt viele der Eurogay-Abmahnopfer. Seiner Meinung nach verstoßen die Abmahnungen gegen § 13 Abs. 5 UWG, wonach Massenabmahnungen rechtsmissbräuchlich sind. “Eine Aktiengesellschaft”, so sein Statement, “ist in der Lage, nach der zweiten oder dritten anwaltlich durchgeführten Abmahnung die Verwender der Marke “eurogay” selbst aufzufordern, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Da bedarf es keiner Prüfung durch einen versierten Markenanwalt. Im Ergebnis erscheint daher äußerst fraglich, ob der Gebührenanspruch überhaupt besteht. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Abmahnungen praktisch wortgleich sind”. Allerdings,
so der Anwalt: “Nichtstun ist aber gefährlich. Nach mehreren
Gerichtsentscheidungen ist klar, daß fremde Markennamen in den (ja nicht lesbaren) Metatags verboten sind.”

Doch auch inhaltlich hat der Abmahnanwalt die Abmahnung, bzw. die ihr beigelegte Unterlassungserklärung juristisch nur auf Sand gebaut. Der Münchner Anwalt Frhr.v.Gravenreuth merkt an: “Die mir vorliegende Eurogay Metatag-Abmahnung ist insoweit teilweise rechtlich nicht haltbar, als gefordert wird GRUNDSÄTZLICH “eurogay” nicht mehr im HTML-Code zu verwenden. Man dürfte also online gar nicht mehr deren Namen erwähnen – was gegen Art. 5 GG verstößt.”

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17 Responses to “Eurogay: Abmahnwelle”

  1. Anonymous sagt:

    Ich sag dazu nur eins:
    http://eurogay-netsearch.de/

    Das wäre etwas, wo es sich lohnt abzumahnen – vor allem, weil die Seite ja im selben Geschäftsbereich tätig ist, wie Eurogay <grins>

  2. Anonymous sagt:

    Warum stellst Du die Anwälte als Bösewichte dar? Die haben sich nicht selbst beauftragt sondern wurden von der Eurogay AG mit Ihrem Mandat versehen.

  3. Anonymous sagt:

    Witzig ist nur, das sich Abmahnopfer an einen Anwalt wenden sollen ( Dr. Kötz ), der selber Abmahnungen in Masse an andere schickt. Irgendwie sind Schwule wirklich durchgeknallt!!!!

  4. Anonymous sagt:

    …wenn man bedenkt, dass etliche Anwälte von den eingenommenen Gebüren was an den Auftraggeber weiterreichen – natürlich niemals offiziell – dürften sie ja auch gar nicht.
    Übrigens ist es auch interessant, dass die Kanzlei RWWD aus Hamburg, die Eurogay sonst in allen Rechtssachen vertritt, hier plötzlich nicht mitmischt.

    Fragen über Fragen…

  5. Anonymous sagt:

    oder?

  6. Anonymous sagt:

    Ich konnte über die Suchmaschine viele Pornoseiten ohne Jugendschutz-Programm erreichen. Darf man in Deutschland direkt auf Webseiten ohne Jugendschutz verweisen ?
    War lange Zeit etwas anderes zu lesen. Kann man sowas auch abmahnen?

  7. Anonymous sagt:

    Meinst Du Jugendschutz ?

  8. Anonymous sagt:

    abmahnen nicht, aber strafanzeigen bei der Bullerei. Kost noch nicht mal was ;-)

  9. Anonymous sagt:

    einige Zeit schien es ja so, als ob der neue Vorstand Knopp klüger agiert als das Team aus Säufer und angehendem Journalisten.

    Ist jetzt das Venture-Geld alle und eurogay will noch ein paar schnelle Mark machen ?

  10. Anonymous sagt:

    danke für den hinweis
    eurogay

  11. Anonymous sagt:

    Mit einer Abmahnung versucht Eurogay-Vorstand Hendrik Knopp gaywinner mundtot zu machen. In dem Artikel "eurogay-magazin am Ende?" war von Erkenntnissen des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (whk) über ein baldiges Ende des erst kürzlich neu aufgelegten schwulen Anzeigenblättchens berichtet worden.

    Von Thomas Meinert

    Hamburg (gay) –
    In Dreieinigkeit tritt Hendrik Knopp aka Henry "der Glänzer" Handsome gegenüber diesem Onlinemagazin auf. Gleich drei Unterlassungs- und Verpflichtungserklärungen soll gaywinner-Verantwortlicher Juliaan B. Schnitter unterschreiben.

    Mit deftigen Kostennoten versehen, will Hendrik Knopp als Eurogay-Vorstand, als Vertretungsberechtigter einer in Fachkreisen als Zwei-Mann-Show bekannten ‘Handsome Records’ und als er selbst höchstpersönlich – quasi als Ich-AG (me, myself and I) so dreifach abkassieren.

    Unwahr und rechtswidrig sei die Behauptungen, dass
    - das Eurogay-Magazin im Mai wohl zum letzten Mal erscheine
    - der Vorstand Hendrik Knopp eine Aussage über diesen Bereich
    gegenüber der Zeitschrift Gigi abgegeben habe
    - das Queer Magazin nach dem Konkurs übernommen wurde
    - die Besucher des Portals fast einstimmig behaupten, dass es um
    das Magazin nicht Schade sei
    - der Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller bei Eurogay angestellt oder
    für das Marketing zuständig war oder ist
    schreibt der Rechtsanwalt von Hendrik Knopp.

    Juliaan Schnitter von gaywinner und selbst rechtskundig hält diese "Aktion, für den lächerlichsten Versuch eine kritische Berichterstattung zu verhindern", der ihm je untergekommen sei.

    Nach erneuter Prüfung der ‘Sach- und Rechtslage’ gäbe es kein Anlass zur Sorge. Ausdrücklich stellt sich Schnitter vor den Autor des Artikels, David B. Katzmann. Seine ‘professionelle Berichterstattung’ werde jeder rechtlichen Überprüfung standhalten. Er werde es nicht zulassen, dass hier wohlmöglich antisemitische Grundhaltungen gegenüber einem sauber arbeitendem Journalisten ausgelebt würden.

    Ausserdem sei gaywinner ohnehin der falsche Adressat für diese massiven rechtlichen ‘Zuckungen’ von Eurogay. Alle obengenannten Behauptungen sind vom whk aufgestellt und von diesem Onlinemagazin lediglich berichtet worden.

    "Das jetzt schon auf den Boten unliebsamer Nachrichten eingeschlagen werde" zeige nur, "wie nervös die Betroffenen sind.", sagt Schnitter.

    Lies auch eurogay-magazin am Ende?
    Lies auch Mehr Pleite geht nicht – Verbrannte Marken
    Lies auch Juls’ Log: Journalismus für Prozesshansels

    http://www.gaywinner.info/meldungen/030422_eurogay.htm

  12. Anonymous sagt:

    Ja wie arm ist das denn? Gaywinner ist zur Zeit das einzige nicht gleichgeschaltete schwule Magazin und ich finde die Artikel da nicht nur lesenswert, sondern auch geprägt einer angehmen Selbstironie.

    Lass euch von den eurogay-spackos bloss nicht verarschen.

    Toby

  13. Anonymous sagt:

    Farid
    Müller
    fmueller@gal-fraktion.de
    http://www.farid-mueller.de
    Farid Müller ist 1962 in Kairo geboren. Er studierte Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing an der Fachhochschule in Bremen, an der Kommunikations-akademie Hamburg Kommunikation und Marketing. Er arbeitet im Marketing der eurogay media AG, Deutschlands größtem schwulen Medienhaus. Seit 1994 ist er Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Hamburg-Mitte; seit Oktober 1997 in der Ham-bur-gischen Bürgerschaft. Der Marketingexperte ist zuständig für die Ressorts Wirtschaft, Medien und SchwuLesben-Politik. Er setzt sich aktiv für den Christopher-Street-Day ein und ist Mitglied der Medienkommission des Bundesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen. Müller engagiert sich im Arbeitskreis Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) der GAL für eine grüne Mittelstandspolitik

    quelle: hamburg.de

    Falsch ist in dem Artikel nur

    " eurogay media AG, Deutschlands größtem schwulen Medienhaus"

    Das grösste schwule Medienhaus in Deutschland dürfte wohl Bruno Gmünder sein. Eurogay ist mehr auf dem Niveau schwule Schülerzeitung mit ein paar neurotischen Tunten und schwulen Abzockern.

  14. Anonymous sagt:

    das Niveau ist hier echt nicht mehr zu übertreffen…

    Das schreiben User auf Eurogay über diesen Thread. Ist allemal NIVEAUVOLLER!

    Vollkornmann | 22.04 22:48 privat antworten
    Naja :? (
    Ehrlich schade, daß es die »Community« nicht mehr gibt. Oder: der Unterschied zwischen Tunte und Tumor ist, daß ein Tumor auch gutartig sein kann.
    Ich habe mir mal den verlinkten Text durchgelesen und auch die dort verlinkte sogenannte »professionelle Berichterstattung«. Und ich muß sagen: Die dort praktizierte Art von Journalismus finde ich schlichtweg zum Kotzen.

    Widerlich, wie hier voll Häme über Eurogay hergezogen wird. Kenne ich aber irgendwie aus der Zeit, als Eurogay noch ein offenes Feedback-Forum hatte. Diese dümmlichen Angriffe auf Hendrik Knopp gab es auch damals schon …wie lange ist das inzwischen her? Aber wenn einem nichts Neues einfällt, wärmt man eben was auf, auch wenn es überhaupt nicht zum Thema gehört. Unentbehrlich in solchen Fällen ist auch gleich das Spinnen irgendwelcher Verschwörungstheorien (»Wie der von einer beispiellosen Pleitewelle überrollte Kölner Homo-Klüngel (Insolvenzen u.a. CSD-Verein, LSVD NRW) ist auch die Eurogay Media AG eng mit politischen Machtinteressen verknüpft.«). Widerlich.

    Bloß weil der Autor des einen Textes einen jüdischen Namen hat, werden die rechtlichen Schritte von Eurogay als »womöglich antisemitische Grundhaltungen gegenüber einem sauber arbeitendem Journalisten« diffamiert.
    Unter sauberer journalistischer Arbeit würde ich persönlich ja etwas anderes verstehen, meine Herren Kollegen! (Übrigens reichlich peinlich, wenn dieser Mensch dann auch noch »Chapuze« schreibt, wenn er doch »Chuzpe« ? jiddisch für »Unverfrorenheit, tollkühne Frechheit« ? meint.)

    Was haben diese Macher von gaywinner davon, daß sie da ein Magazin und am liebsten auch noch die Eurogay-Webseite kaputtreden? Miese Befriedigung ihrer eigenen Eitelkeit? Begleichung irgendwelcher alter Rechnungen?

    Ich als regelmäßiger Besucher von Eurogay.de wehre mich jedenfalls dagegen, wenn da so ein paar Schmierenjournalisten es drauf anlegen, dieses Angebot hier zu versenken.
    Und nachdem ich hier weiter unten auch eine Kritik zum Printmagazin geschrieben habe, möchte ich mal ausdrücklich betonen: Die Behauptung, über 80 Leser hätten eine »einhellig schlechte Bewertung« abgegeben, ist einfach falsch. Viele, die ihre Meinung gepostet haben, so auch ich, wollten konstruktive Kritik äußern. Ein Teil der Beschwerden ging darum, daß man das Magazin in Teilen Deutschlands nicht (mehr) bekommt. ? Wie böswillig muß man sein, um daraus zu folgern, das Eurogay-Magazin würde von allen abgelehnt?

    Die Berichte bei Eurogay sind jedenfalls erheblich vertrauenswürdiger und besser geschrieben als die Polemiken von »gaywinner«.

    ——————————————————————————–
    DaChecka | 23.04 00:34 privat antworten
    Aufhören! Wider die Unprofessionellen! Hoch lebe Eurogay! Dreimal Hoch!
    Manchmal ist es doch am einfachsten, man unterzieht einen Artikel einer kleinen Stilkritik. Um es vorwegzunehmen:
    - Alleine die Rechtschreibfehler sprechen nicht gerade dafür, dass man es mit ausgebildeten Journalisten zu tun hat. Von Ausdrucksfehlern ganz zu schweigen.
    - Wer, bloß weil ein zufällig jüdischer Journalist angegriffen wird, gleich die Antisemitismuskeule schwingt, hat wahrscheinlich ohnehin jedes Maß verloren.

    Nun aber schnell an den Text:

    Mit gleich drei Abmahnungen versucht Eurogay-Vorstand Hendrik Knopp gaywinner mundtot zu machen. In dem Artikel "eurogay-magazin am Ende?" war von Erkenntnissen des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (whk) über ein baldiges Ende des erst kürzlich neu aufgelegten schwulen Anzeigenblättchens berichtet worden.

    Da ergeben sich gleich mehrere Fragen:
    - Wer ist das WHK?
    - Wer verleiht ihm Legitimation und Autorität?
    - Wem vom WHK sind solche Gerüchte (im Text ist von "Erkenntnissen" die Rede) zu Ohren gekommen?
    - Hat gaywinner vor einer Veröffentlichung die Gerüchte gecheckt (Stichpunkt: Quellenkritik)? Bei Eurogay angerufen (Stichwort: Ausgewogen berichten. Beide Seiten anhören und zu Wort kommen lassen.)?
    - Ist den gaywinner-Journalistendarstellern klar, dass man allein mit Gerüchten auch ein Unternehmen in den Ruin treiben kann (Stichwort: Journalistische Verantwortung)?

    Von Thomas Meinert

    Hamburg (gay) —
    In Dreieinigkeit tritt Hendrik Knopp aka Henry "der Glänzer" Handsome gegenüber diesem Onlinemagazin auf. Gleich drei Unterlassungs- und Verpflichtungserklärungen soll gaywinner-Verantwortlicher Juliaan B. Schnitter unterschreiben.

    Einspruch:
    - Der Begriff Dreieinigkeit legt nahe zu vermuten, dass drei Personen (notfalls drei Identitäten in einer Person) gemeint sind. Aber den Begriff Dreieinigkeit auf Unterlassungserklärungen zu beziehen – journalistisches Kunststück, kann ich da nur sagen!
    - Was hat der Verweis auf ein (sic!) Charity-Projekt von Hendrik Knopp in diesem Zusammenhang verloren? Ist es vielleicht so, dass der Pseudo-Journalist Meinert Hendrik Knopp en passant als Spinner denunzieren will?

    Mit deftigen Kostennoten versehen, will Hendrik Knopp als Eurogay-Vorstand, als Vertretungsberechtigter einer in Fachkreisen als Zwei-Mann-Show bekannten ‘Handsome Records’ und als er selbst höchstpersönlich – quasi als Ich-AG (me, myself and I) so dreifach abkassieren.

    Aha, schon das nächste Gerücht! "… in Fachkreisen als Zwei-Mann-Show bekannten…". Seid ihr euch sicher? Sonst gibt’s bald die nächste Unterlassungserklärung.

    Und: Könnt ihr nicht rechnen? Wie soll Hendrik Knopp dreifach abkassieren, wenn er das Geld mit anderen teilen soll? Ich denke, ihr werft hier drei verschiedene Sachen in einen Topf. Die Sachen, die im Nachfolgenden aufgeführt sind, sind doch nicht alle in jeder Unterlassungserklärung aufgelistet, oder?

    Unwahr und rechtswidrig sei die Behauptungen, dass
    - das Eurogay-Magazin im Mai wohl zum letzten Mal erscheine
    - der Vorstand Hendrik Knopp eine Aussage über diesen Bereich
    gegenüber der Zeitschrift Gigi abgegeben habe
    - das Queer Magazin nach dem Konkurs übernommen wurde
    - die Besucher des Portals fast einstimmig behaupten, dass es um
    das Magazin nicht Schade sei
    - der Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller bei Eurogay angestellt oder
    für das Marketing zuständig war oder ist
    schreibt der Rechtsanwalt von Hendrik Knopp, Arne Platzbecker, der offenbar mit dem Juristen Knopp zumindest das Faxgerät teilt.

    Sicher, dass Hendrik Knopp Jurist ist?
    Hat es ein Bürgerschaftsabgeordneter nötig, noch woanders zu arbeiten?
    Wie kommt ihr zu einer Aussage, dass "die Besucher des Portals fast einstimmig behaupten, dass es um das Magazin nicht Schade sei"? Habt ihr diese Leute gezählt? Habt ihr eine Umfrage gemacht, möglicherweise sogar ein methodisch richtige mit belastbaren Zahlen?
    Stimmt es, dass Eurogay QUEER übernommen hat? Ist es nicht so, dass die QUEER-Redaktion in einer Auffanggesellschaft gelandet ist? Und Eurogay mit dieser Gesellschaft zusammen ein mehr oder weniger neu gestaltetes Blatt macht und nicht einmal die Kundendaten der QUEER bekommen hat?

    Juliaan Schnitter von gaywinner und selbst rechtskundig hält diese "Aktion, für den lächerlichsten Versuch eine kritische Berichterstattung zu verhindern", der ihm je untergekommen sei.

    Was heißt rechtskundig? Studiert er Jura? Ist er Rechtspfleger? Hat er schon mal in den Schönfelder geschaut?

    Mit Superlativen würde ich ohnehin immer vorsichtig sein: "der lächerlichste Versuch"? Kritische Berichterstattung – ja. Aber bitte fundiert, ausgewogen und nicht einseitig Gerüchte verbreitend.

    Nach erneuter Prüfung der ‘Sach- und Rechtslage’ gäbe es kein Anlass zur Sorge.

    Was heißt das? Unterschreibt ihr nun die Erklärungen oder nicht? Zahlt ihr oder lieber nicht?

    Ausdrücklich stellt sich Schnitter vor den Autor des Artikels, David B. Katzmann. Seine ‘professionelle Berichterstattung’ werde jeder rechtlichen Überprüfung standhalten. Er werde es nicht zulassen, dass hier wohlmöglich antisemitische Grundhaltungen gegenüber einem sauber arbeitendem Journalisten ausgelebt würden.

    Erstens: s.o.
    Zweitens: wohlmöglich wird womöglich geschrieben. Außerdem ist das eine handfeste, bösartige Unterstellung. Hat jemand in irgendeiner Weise die jüdischen Wurzeln des Autors erwähnt?

    Ausserdem sei gaywinner ohnehin der falsche Adressat für diese massiven rechtlichen ‘Zuckungen’ von Eurogay. Alle obengenannten Behauptungen sind vom whk aufgestellt und von diesem Onlinemagazin lediglich berichtet worden.

    Zuckungen, soso. Diese Sprache disqualifiziert Euch.
    Außerdem: Wenn ich über meine Nachbarin erzähle, dass sie Tripper hat und jeden Abend einen anderen Mann empfängt, und sie zieht mich dann vor’s Gericht, dann kann ich auch nicht sagen: Aber ich hab doch nur erzählt, was der Müller von gegenüber mir gesagt hat. Dann werde ich genauso verurteilt.

    "Das jetzt schon auf den Boten unliebsamer Nachrichten eingeschlagen werde" zeige nur, "wie nervös die Betroffenen sind.", sagt Schnitter.

    Ah, die Opferrolle fehlte natürlich noch. Kommt auch ganz zum Schluss. Mal ehrlich: Wisst ihr, was Selbstkritik heißt? Einfach mal nachdenken?

    ——————————————————————————–
    anteius | 23.04 01:09 privat antworten
    Das "wissenschaftlich-humanitäre komitee" [whk]:
    http://www.whk.de

    ——————————————————————————–
    Schnuffel pur | 23.04 12:54 privat antworten
    Schlammschlacht im Haifischbecken
    Los Angeles: Enrique Iglesias Leberfleck ist weg.
    Meldungen wie diese werden in Zukunft die Gay-Community in Wallung bringen, wenn es nach den Machern dieses gaywinner-Revolverportals geht. Wer sich auf diesem Portal, das seinen Besuchern sogar den Rechtsklick verbietet, mal umschaut, merkt bald, was es mit dem angeblichen sorgfältigen Journalismus auf sich hat: Da gibt es das Print-Magazin ?Gaywinner?, und dem ist ?Eurogay? in die Queere gekommen (wobei ich zugeben muß: denen ihre Titelbilder sind um Klassen besser). Und nun wird gegen Eurogay gemobbt und (ich schreib mal vorsichtshalber:) wohlmöglich gezielte Geschäftsschädigung betrieben.

    Den gaywinner-Journalistendarstellern ist durchaus klar, daß man allein mit Gerüchten ein Unternehmen in den Ruin treiben kann. Etwa, indem man die Anzeigenkunden verunsichert. Sowas gab es auch vor einem Jahr in München, als das Szeneheft ?Our Munich? den ?Sergej? bekriegte (der Schuß ging allerdings nach hinten los, ?Our Munich? hat jetzt andere Köpfe).
    Und es ist doch ein wenig sonderbar, daß sowohl hier im Forum mysteriöse Andeutungen platziert als auch Leuten entsprechende Privatmitteilungen geschickt wurden. Da frage ich mich sogar, ob ein paar der ganz extremen Verrisse hier nicht auch…

    Man könnte sich jetzt natürlich das Impressum von diesen gaywinnern vorknöpfen und schauen, was es über die dort gelisteten Leute für hämische Sachen auszugraben gäbe. Aber das wäre das Niveau von Enriques Leberfleck.

    Wichtig wäre es dafür, wenn Eurogay endlich mal ganz offensiv informieren würde, was los ist!
    Da wird wieder hinter den Kulissen geächzt und gelitten, anstatt daß sie mal rüberrücken würden mit den Gründen, warum der Server einen halben Tag komplett vom Netz war, weshalb es das Magzin nicht wieder als PDF gibt und wieso sich mit dem angekündigten Relaunch nun doch nichts tut (von mir aus kann die Optik aber ruhig so bleiben). Ehrlich eingestandene Mißerfolge sind allemal besser als wüste Gerüchte. (Ach ja, wie war das: ?Je geheimer der Krämer, desto gerüchter die Küche…?) Sowas enttäuscht die solidarischen User, die sehr wohl wissen was sie an Eurogay haben.

    Der momentane Kampf auf dem Medienmarkt hat der Qualität des Angebots bereits spürbar geschadet. Solche rabiaten Machwerke wie gaywinner.info, die sich höhnischerweise den Untertitel ?die schwule Vielfalt? verleihen, dürfen nicht als einzige Sieger übrigbleiben.

  15. Anonymous sagt:

    suche gay in biberach

  16. Anonymous sagt:

    Interessant finde ich, dass es genau zwei deutsche Marken gibt: "eurogay.de" in den Klassen 35, 36 und 42 und "EUROGAY MEDIA AG" in den Klassen 35, 36 und 42.

    Da keine erläuternden Beschreibungen bei der Markenanmeldung zum Tragen kamen (so die vorliegende Markenauskunft) kommt wohl das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis zum Tragen.

    Klasse 35:
    Werbung;
    Geschäftsführung;
    Unternehmensverwaltung;
    Büroarbeiten.

    Klasse 36:
    Versicherungswesen;
    Finanzwesen;
    Geldgeschäfte;
    Immobilienwesen.

    Klasse 42:
    Verpflegung; Beherbergung von Gästen;
    ärztliche Versorgung, Gesundheits- und Schönheitspflege; Dienstleistungen auf dem Gebiet der Tiermedizin und der Landwirtschaft;
    Rechtsberatung und -vertretung; wissenschaftliche und industrielle Forschung; Erstellen von Programmen für die Datenverarbeitung;
    (Dienstleistungen, die nicht in die Klassen 35-41 fallen)

    Klasse 38:
    Telekommunikation

    wäre da wohl sinnvoller gewesen ;-)

    Wäre ich deren Markenanwalt gewesen, hätte ich bei der erstgenannten Marke das ".de" weggelassen.

    Wenn ich nun in einem Metatag "Eurogxx" verwende, dannist es für mich fraglich, ob ich deren Marke schädige.

    Mahlzeit

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