Nigeria: Aus für Schwule per Gesetz
Wie das online Magazin Queer berichtet, will Nigeria für Schwule eine Gefängnisstrafe von 5 Jahren verhängen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage hat der Staatspräsident Olusegun Obasanjo mit dem Kabinett verabschiedet. Eine Bestrafung kommt nicht nur für gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder den Vollzug von sexuellen Handlungen in Frage, sondern auch für jene, die lediglich dem Treffen einer Schwulengruppe beiwohnen, oder Trauungen von Homo-Paaren.
“Es ist unafrikanisch, eine Beziehung zum gleichen Geschlecht zu haben”, sagte der Justizminister Bayo Ojo zu diesem Entschluß.
Seit dem Jahr 2000 wurde das strenge muslemische Sharia-Recht in zwölf der muslimischen Provinzen von Nigeria eingeführt – das Recht sieht sogar eine Todesstrafe für den bleichgeschlechtlichen Beischlaf vor. Presseberichten zur Folge wurden auch bereits Todesstrafen verhängt, deren Vollziehung ist jedoch nicht sicher bekannt.
Lediglich das Parlament könnte das Inkrafttreten des Anti-Schwulen-Gesetzes verhindern, doch eine Zustimmung gilt in dem überwiegend muslimisch geprägten Land als sicher.
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