Oralsex gefährlicher als bisher angenommen?

Juli 22 2001 Geschrieben von gflash 2 Kommentare

Dass ungeschützter Oralverkehr gewisse Risiken birgt, ist seit längerem bekannt. Neue Studien aus Großbritannien warnen jetzt davor, die Gefahr einer HIV-Infektion über den Mund zu unterschätzen. Experten vom Public Health Laboratory Service gehen davon aus, dass 3-8 Prozent aller Ansteckungsfälle auf ungeschützten Oralverkehr zurückzuführen sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, solle auch beim Blasen auf Kondome nicht verzichten.

Die Forscher weisen aber auch gleichzeitig darauf hin, dass Analverkehr ohne Gummi nach wie vor die höchsten Risiken trage und für etwa 90 Prozent der Neuansteckungen mit HIV verantwortlich sei. Aber auch über die Gefahren beim Oralverkehr solle man sich bewusst sein: Sobald Sperma in den Mund gelange, sei die Gefahr einer HIV-Übertragung am größten. Auch der so genannte Lusttropfen sei in der Lage Viren zu übertragen. Und wer sich zusätzlich vor Geschlechtskrankheiten wie Syphilis schützen will, sollte es im Zweifelsfall immer mit Gummi tun – auch und gerade, wenn man den Gesundheitszustand des Partners nicht kennt.

In Großbritannien will man jetzt mehr für die Aufklärung tun. In den letzten 20 Jahren lag der Schwerpunkt vieler Kampagnen auf den Risiken des ungeschützten Analverkehrs. Jetzt will man noch mehr über Oralsex aufklären, dessen Gefahren gerade bei Schwulen noch wenig bekannt sind.

(hf)

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2 Responses to “Oralsex gefährlicher als bisher angenommen?”

  1. Anonymous sagt:

    “3-8 Prozent aller (!) Ansteckungsfälle” … denke mal daß da auch Heteros mit einbezogen sind. Also vielleicht mal besser recherchieren und genauer differenzieren bevor man sowas wahllos verbreitet.

    Dazu sollte man allerdings wissen, daß (im Falle einer HIV-Infektion) die Virenkonzentration der Vaginalflüssigkeit sehr viel höher ist als im Lusttropfen beim Mann.

    “Auch der so genannte Lusttropfen sei in der Lage Viren zu übertragen”

    Natürlich. Tränen wie auch Speichel enthalten (Infektion vorausgesetzt) HIV-Viren – allerdings ebenso wie der Lusttropfen in sehr geringer Konzentration, die kaum für eine Ansteckung reichen würde. Man müßte schon ca. 3 Liter davon zu sich nehmen um die für eine Ansteckung erforderliche Dosis zu erreichen – nur wer produziert sooo viel Speichel/Tränen/Vorsaft …

    Sperma ist dagegen was anderes, das ist wirklich (ebenso wie Blut) hochinfektiös. Aber der Vorsaft wird in der Cowper’schen Drüse erzeugt und erst am Ausgang der Prostata mit den Samenzellen zum fertigen Sperma zusammengemischt.

  2. blackrider sagt:

    Wenn Du schon alles so 100%-ig haben möchtest, tust Du mir dann den Gefallen und schreibst nicht mehr HIV-Viren, sondern HI-Viren? Dann ist’s sogar richtig. Danke

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