Tödliche Parties
Ecstasy hilft, wenn man am Wochenende nicht nur für eine Stunde abtanzen will. Es belebt, macht wach und arbeitet gegen die Erschöpfung, die nach einer langen Nacht in der Disse einstellt.
Die Höhe der Dosis oder die Regelmäßigkeit des Gebrauchs scheint keinen Einfluß auf das Auftreten der Bebenwirkung zu haben:
Daß die Party-Pille schwere psychotische, optische und akustischen Störungen auslöst, ist bekannt. Auch das Ecstasy abhängig macht. Man nimmt Warnsignale des Körpers nicht wahr, es kommt zum Nierenversagen, Kreislaufkollaps, Ansteigen der Körpertemperatur.
Eine Studie , die in der Medical Tribune veröffentlicht wurde, stellt nun dar, wie die Schwere der Einwirkungen größer sind, als man erwartet hat…
Von 159 Teilnehmern an der Studie (107 Ecstay-Konsumenten und 52 Drogen-Freie) stuften 65% Ecstasy als süchtigmachend ein, 50% das Suchtpotenzial als stark oder sehr stark. Bei 3/4 der Dauer-Konsumenten wurden Restzustände wie Depressionen, Störrungen in der Depersonalisierung, paranoide Psychosen und Störungen des Wiedererkennungssystems auf.
Bei 68% der Gelegenheitskonsumenten wiesen Störungen des Kurzzeit- und/oder des mittelfristigen Gedächtnisses auf.
Häufigste beobachtete Komplikation ist der Krampfanfall. Ebenso Schwerwiegend ist die lange Dauer, in dem die Puppilen unempfindlich gegen Lichteinwirkung starr sind: Bei Reanimationen durch Sanitäter können diese starren Pupillen zur Annahme einer gescheiterten Reanimation führen. Die Sanitäter könnten aufgrund dieses Bildes Wiederbelebende Maßnahmen abbrechen.
Weitere Artikel: